Rehe kontra Zäune
Wir hatten schon immer einen riesigen Garten, voll von Bäumen und Pflanzen, die meisten davon gaben essbare Früchte und Gemüse. Unsere kleine Plantage, wie ich sie zu nennen pflegte, lag in großer Nähe eines Waldes. Immer wieder hatten wir mit Tieren zu kämpfen, die aus dem Wald kamen, um an unseren Setzlingen zu knabbern. Die öftesten Gäste waren die Rehe. Wir waren so genervt, dass wir spezielle Zäune installierten, damit sie keinen Zutritt zu unserem Garten haben, doch sie forcierten sie ohne größere Schwierigkeiten. Sie besuchten uns praktisch jede Nacht, und arbeiteten daran, unseren Garten vollkommen aufzuessen. Wir waren ratlos. Wir dachten sogar daran, elektrische Zäune anzubringen, doch wir hatten Angst, jemand könnte sich verletzten. Schließlich beschlossen wir, uns eine Herde von Hunden anzuschaffen. Wir fuhren in die Stadt und kauften einige noch junge Hunde, die wir aber erst trainieren mussten. Das Ergebnis ließ eine Zeitlang auf sich warten, doch im Endeffekt hat sich die Investition gelohnt. Die Rehe hatten Angst vor den Hunden, die nachts im Garten freilaufen konnten, und sie kamen nicht mehr. Manchmal nur, am Tag, wenn wir aus dem Fenster schauten, konnten wir einen oder zwei Rehe an unserem Zaun stehend bemerken, wie sie wehmütig auf die vielen Pflanzen hinüberschauten.